Die Europäische Union hat klar vorgegeben, wie sich die EU-Mitgliedsstaaten im Falle von Abweichungen von EU-Luftfahrtrichtlinien zu verhalten haben. Leider werden diese im Artikel 14 der EU-Richtlinie 216/2008 klar beschriebenen Verfahren aber von vielen EU-Mitgliedsstaaten nicht eingehalten. Eigentlich müssten auch die Ergebnisse von Standardisierungs-Prüfungen der EASA bei den nationalen Behörden – die so genannten Audits – veröffentlicht werden, sodass die von den Regeln betroffene Öffentlichkeit nachvollziehen kann, wo es Probleme gibt. Aber viele nationale Behörden setzen sich gegen diese Veröffentlichung zur Wehr.

 

Die europäische IAOPA hat deshalb eine neue Initiative gestartet, um sich selbst einen Überblick über die Abweichungen der nationalen Behörden von den EU-Vorschriften zu verschaffen und um letztlich dagegen vorgehen zu können. Und dafür braucht sie auch die Unterstützung der Piloten und Flugzeugbetreiber. Ist auch Ihnen eine Vorgehensweise Ihrer Luftfahrtbehörde aufgefallen, die nicht im Einklang mit den neuen EU-Vorschriften steht? Dann setzen Sie sich doch bitte mit uns in Verbindung und geben Details in einem Online-Fragebogen ein, indem Sie diesem Link folgen: https://www.surveymonkey.de/r/N2J2FJY. Unsere Absicht ist es, die gemachten Angaben mit den Kollegen der übrigen europäischen AOPAs zu überprüfen, sie zu komprimieren und den Behörden zur Verfügung zu stellen. Wir werden Ihre persönlichen Angaben dabei selbstverständlich streng vertraulich behandeln.

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