Dieses Jahr wurde die Messe AERO Friedrichshafen vor allem von einem externen Erfolgsfaktor beeinflusst: Permanentem Sonnenschein an allen Messetagen. Das Konzept funktioniert schon traditionell auf einer Messe in den USA sehr gut: „Sun and Fun“, aber in Friedrichhafen eben auf Schwäbisch und deshalb mit Käsespätzle und Maultaschen.
Wenn man dann als Messebesucher auch noch Flugzeuge vom Ultraleicht über moderne AL-Flugzeuge bis hin zu Businessjets in einem attraktiven Ambiente präsentiert bekommt, wenn man dabei viele Fliegerfreunde aus aller Welt treffen kann, dann muss solch eine Messe zum Erfolg werden. Der große Erfolg war sie auch, sie war sogar eine Messe der Superlative, bei Aussteller und Besucherzahlen wurden neue Spitzenwerte verzeichnet:
- Mit 860 Ausstellern aus 50 Nationen und rund 37.000 Besuchern aus 88 Ländern war sie die bisher größte Ausgabe in der Geschichte der Messe. Zum Vergleich: In den Jahren 2019 und 2025 verzeichnete die Messe etwa 32.000 Fachbesucher.
- Die bislang etablierte Messe für die Business-Aviation EBACE in Genf fand in diesem Jahr nicht statt. Stattdessen kam die Business-Aviation in diesem Jahr mit sehr vielen Flugzeugen zur AERO und war der stärkste Wachstumstreiber
- Innovationsplattform: Ein starker Fokus lag auf nachhaltiger Luftfahrt mit umweltfreundlichen Antrieben und neuen Anwendungsgebieten für Drohnen.
- Nachwuchsförderung: Die „AERO Career Days“ boten eine wichtige Plattform für Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Luftfahrtbranche, hier waren z.B. auch viele Youtuber erfolgreich im Gespräch mit jungen Besuchern
Auch für die AOPA hat sich die Messe gelohnt. Auf dem Gemeinschaftsstand der AOPAs aus Österreich, der Schweiz, der Türkei und aus Deutschland gemeinsam mit den Pilotinnen der VDP war immer großer Andrang. Auch aus den USA hatten wir Unterstützung, der Senior Vice President Government Affairs der AOPA-USA Jim Coon war erstmals auf der AERO. Von unseren Spezialisten am Stand wurden sehr viele Fragen beantwortet, und wir durften insgesamt über 1000 Becher Kaffee an unsere Besucher verteilen.
Besonders wichtig waren für uns auch die konstruktiven Kontakte zu den Behörden:
Wir konnten direkt mit dem Exekutivdirektor Florian Guillermet der EASA und seinem Team über eine Neugestaltung der flugmedizinischen Anforderungen nach erfolgreichen internationalen Vorbildern diskutieren, uns mit dem Bundesverkehrsministerium (BMV) in Sachen Anwendbarkeit des Part-IS für kleine Betreiber austauschen, mit Mineralölunternehmen über eine mögliche Treibstoffknappheit sprechen und mit dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) über die Zukunft der IFR-Verfahren an Deutschlands kleinen Flugplätzen nachdenken.
Ein besonderes Lob hat sich das AERO-Management verdient, das die Integration der verschiedenen Ausstellerkategorien mit ihren doch recht unterschiedlichen Anforderungen an solch eine Veranstaltung völlig störungsfrei vollzogen und wieder für ein sehr positives Messeambiente gesorgt hat. Auch die Problematik mit knappen Slots für die Anreise mit dem eigenen Flugzeug hielt sich in diesem Jahr in sehr engen Grenzen.

Diskussion im Foyer Ost auf der AERO, der Dialog mit der EASA und den nationalen Behörden wird fortgesetzt




