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Treibstoffversorgung angesichts der Spannungen im Persischen Golf
AVGAS gesichert, JET A-1 volatilDie anhaltenden Spannungen rund um den Persischen Golf betreffen natürlich auch den Fuel-Markt der General Aviation in Deutschland. Die Verunsicherung ist groß: Wie lange wird es noch AVGAS geben? Wann wird JET A-1 knapp? Wohin treibt es die Mogas-Preise? Wir haben beim GA-Marktführer Bollinger Aviation in Egelsbach nachgefragt, der 450 Flugplätze in D, A, CH, DK mit Avgas und JET A-1 versorgt. Die gute Nachricht vorweg: Für AVGAS 100LL und Mogas/Super Plus ohne Alkoholanteile sind Stand heute, Dienstag, 14. April, keine Shortages in Sicht, sagt Martin Bollinger, Geschäftsführer von Bollinger Aviation in Egelsbach. Dasselbe gelte für AVGAS UL91 und UL94. Die Kolben-Fliegerei sei also erst einmal safe. Und selbst die Preise seien von denen an z.B. Autobahntankstellen gar nicht so weit entfernt, trotz der bekanntlich höheren Energiesteuer auf Flugtreibstoffe und trotz des viel höheren Aufwands an Logistik und staatlicher Bürokratie. Auf die Verkaufspreise an den Flugplatz-Zapfsäulen habe man zwar letztlich keinen Einfluss, aber nach Lage der Dinge bewegten sich die Endverkaufspreise auf den von Bollinger versorgten Flugplätzen noch immer zwischen 2,50 und rund 3,00 Euro, inklusive Mehrwertsteuer. Dasselbe gelte für AVGAS UL91 und UL94, Super Plus für Aviation ist noch etwas günstiger. Etwas anders die Lage beim JET A-1. Wie schon bei den AVGAS-Sorten kommt es laut Bollinger hier erst recht darauf an, sich nicht auf die eine JET A-1 Quelle, sprich Raffinerie, zu verlassen, sondern auf Multipolarität zu setzen. Würde eine Quelle versiegen, hätte man noch Kontakt zu einer zweiten oder dritten als Back-up. Die so versorgten Verkehrslandeplätze und Regionalflughäfen hätten ebenfalls erst einmal nichts zu befürchten.
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