Frühjahrs Fly-In am Flugplatz Fürstenfeldbruck gut angenommen

AOPA-Letter 03/10

Insgesamt 155 Flugbewegungen wurden am Samstag, den 8. Mai, abgefertigt. Dazu trugen überwiegend die 75 Gastflugzeuge bei, deren Piloten die Gelegenheit nutzten, um sich zu informieren oder die Reise mit einem Kurzbesuch in München zu verbinden. „Diese Anzahl an Bewegungen liegt gut 1/3 über dem Durchschnitt von 110 Bewegungen pro Tag, die in unserem Antrag auf luftrechtliche Genehmigung stehen. Beschwerden über Fluglärm gingen bisher keine ein", erklärte Flugplatz-Geschäftsführer Andreas Boehl. Geschätzte 300 bis 350 Besucher waren überwiegend zu Fuß oder per Rad durch das Tor 6 gekommen. Alle Gäste, gleichgültig ob zu Land oder durch Luft gekommen, nutzten die Gelegenheit, sich über den Stand der Planungen, die laufenden Gerichtsverfahren, die Aussichten für die Annahme der Petition zum Erhalt des FFH-Gebiets und die Einmaligkeit des Naturschutzgebiets auf dem Gelände zu informieren. Die überwiegende Mehrheit der Gäste wünschte den Betreibern viel Erfolg bei ihrem Vorhaben, einen Verkehrslandeplatz für die Region 14 zu schaffen und zugleich das FFH-Gebiet auf dem Gelände zu erhalten.

 

 

Auf reges Interesse bei den Besuchern stieß die geführte Wanderung durch den Nordost-Teil des FFH-Gebiets, die wegen der vielen Fragen der Teilnehmer statt der geplanten 30 Minuten insgesamt fast 1 ½ Stunden dauerte. Kein Wunder, gab es doch neben vielen selten gewordenen Pflanzen die im Jahr der Artenvielfalt 2010 besonders unterstützte Feldlerche und sogar einen Standort von Zauneidechsen zu sehen, eine Art, die inzwischen auf der Roten Liste der besonders gefährdeten Arten steht. Dieser Teil wäre durch die Verschiebung der Trabrennbahn nach Osten besonders betroffen.

 

Die Veranstalter spielten mehrfach über eine 800-Watt-Musikanlage eine 15 Minuten lange Tonaufzeichnung einer Trabrennveranstaltung in Daglfing vom April 2010 in Original-Lautstärke ab. Dies übertönte nicht nur jedes Gespräch, sondern auch jedes Fluggeräusch. Mehrere Besucher aus Maisach und Olching äußerten sich, je nach Temperament, vornehm zurückhaltend mit Unverständnis oder in gut bayerischen Kraftausdrücken über die Planungen aus der Gemeinde Maisach und die Politik der CSU-Kreisleitung. Zur Kritik über die erwartete Lärmbelastung durch das Fly-In aus der Gemeinde Maisach wiesen die Veranstalter,

 

Betriebsgesellschaft und Bürgerinitative, darauf hin, dass man BMW sogar mehrere Veranstaltungen pro Jahr in größerem Umfang zugestehen wolle, wobei erst ab der vierten Veranstaltung ein Einspruch der Gemeinde möglich sei.

 

Text und Fotos: BI Aufsteigen mit Fürsty


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