Entwicklung in Fürstenfeldbruck

AOPA-Letter 01/09

Die AOPA ist zusammen mit der IHK München und dem Fliegerclub München FCM seit 13 Jahren Gesellschafter der GmbH, die in Fürstenfeldbruck zivilen Flugverkehr ermöglichen soll. Damals haben wir nach der Schließung von Riem und dem Rauswurf des Verkehrs unter 2 t aus EDDM den Nutzen der AL für die Region München dargestellt und den Auftrag der bayerischen Staatsregierung erhalten FFB zu entwickeln. Nach mehreren verlorenen Wahlen und dem Vorwurf der Bürgerferne ist die CSU gemeinsam mit der FDP jetzt unmittelbar vor der Erteilung einer Betriebsgenehmigung (Flugbetrieb auch am Wochenende, 1500m Piste, freie Zufahrt auf das Gelände) allerdings eingeknickt und hört mehr auf die „meuternde Wählerbasis". Die Staatsregierung spricht derzeit nicht mehr mit uns und will stattdessen eine BMW-Fahrstrecke in Kombination mit einer Trabrennbahn auf die Piste setzen. Hier der Originaltext der Pressemitteilung 682 der Bayerischen Staatskanzlei vom 09.12.2008:

 

Der Ministerrat hat (...) beschlossen, dass in Fürstenfeldbruck zusätzlich zu der bestehenden zivilen Luftverkehrsinfrastruktur kein neuer Verkehrslandeplatz zugelassen werden soll. Er folgt damit dem Beschluss des Landtags vom 30. Januar 2008. Der Landtag hatte die Staatsregierung aufgefordert, das von der Gemeinde Maisach vorgelegte Nutzungskonzept zur nichtfliegerischen Nachnutzung des Militärflugplatzes Fürstenfeldbruck zu unterstützen und die zu seiner Verwirklichung nötigen Schritte zu unternehmen. Die Staatsregierung wird deshalb mit der Änderung des LEP (Landesentwicklungsplan) auch Abstand von früheren Planungen nehmen, die eine zivilfliegerische Nachfolgenutzung des Militärflugplatzes Fürstenfeldbruck vorsahen. Wirtschaftsminister Zeil: „Damit tragen wir der dichten Besiedlung der Region München Rechnung und eröffnen neue Entwicklungsmöglichkeiten rund um Fürstenfeldbruck. Der Bedarf an gewerblichen sowie an Siedlungs- und Erholungsflächen steigt in der Region. Bei der Abwägung der vorliegenden Nutzungskonzepte haben wir aus arbeitsmarkt- und standortpolitischen Gründen dem Konzept der Gemeinde Maisach den Vorzug vor dem fliegerischen Nachnutzungskonzept für den Militärflugplatz Fürstenfeldbruck gegeben." Minister Zeil erläutert, dass die sogenannte Region 14 im gesamtbayerischen Interesse schon den internationalen Verkehrsflughafen München vorhalte und auch den mit seiner vorgesehenen Erweiterung verbundenen Flächenverbrauch und Siedlungsdruck trage. In der Region lägen zusätzlich der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen und die Sonderlandeplätze Dachau-Gröbenried, Jesenwang, Moosburg und Oberschleißheim. In den angrenzenden Planungsregionen könnten ferner die über Autobahnen gut an die Landeshauptstadt angebundenen Verkehrslandeplätze Augsburg, Landshut und Manching zur luftverkehrlichen Erschließung Münchens beitragen.

 

Der Verweis, doch einfach nach Augsburg, Landshut und Manching, Oberpfaffenhofen, Dachau-Gröbenried, Jesenwang, Moosburg und Oberschleißheim auszuweichen, die entweder „jwd" liegen oder aber nicht in der Lage sind die Allgemeine Luftfahrt bis 5,7 t unreglementiert aufzunehmen, kann ja wohl nicht ernst gemeint sein.

 

Wir sind der Meinung, dass sich beides umsetzen lässt, Teststrecke und Flugplatz, und dass wir für den Flugplatz eine geschützte Rechtsposition haben. Jetzt müssen leider die Gerichte bis April 2009 über unsere Untätigkeitsklage gegen die Genehmigungsbehörde entscheiden. Die Lage ist sicherlich ernst, aber so einfach geben wir uns nicht geschlagen.


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