Deutsche Sprachprüfung wird für Muttersprachler aufgehoben - Selbsterklärung soll helfen

14.03.2013

Update vom 14. März 2013 - nach den unterschiedlichsten Erfahrungsberichten von Piloten

 

Wir können leider derzeit trotz mehrfacher Nachfragen bei diversen Behörden keine einheitliche Praxis bei den Luftfahrtbehörden feststellen. Und dies, obwohl die NfL eigentlich die Vorgabe sein sollte.

 

Das LBA verweist auf Eintragungsmöglichkeiten erst nach dem 08.04.2013. Das Luftamt Süd will Eintragungen erst im Rahmen der Verlängerungsanträge bis 2018 vornehmen. Andere RP´oder Bez.reg. haben die Eintragungen bei Neuaustellung/Verlängerung der Lizenz sogar ohne Antrag oder Selbsterklärung eingeführt (mit oder ohne Kostenansatz?).

 

Eine Anfrage beim LBA ergab, dass dies eben die Auswirkung des Föderalismus sei. Man könne die Praxis der Länder nicht beeinflussen (wir wollen dies als AOPA nicht weiter kommentieren, schon gar nicht in Zeiten von EU-FCL).

 

Wir hatten zwar die mündliche Aussage, dass in Deutschland der Eintrag nicht kontrolliert werde. Ob wir uns im Falle eines Unfalles/Kontrolle darauf verlassen können, bleibt offen. Unsere Meldung vom  6. Februar bezog sich vor allem darauf, dass in der Schweiz und Österreich als ebenfalls deutschsprachigen Ländern nicht gewährleistet ist, dass bei einer Kontrolle das Fehlen des Eintrags folgenlos bleibt. Wir haben nun beide Länder angeschrieben, wie diese sich bei deutschen Piloten verhalten werden.

 

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Update vom 25. Februar 2013:

 

Laut Auskunft des LBA kann der Spracheintrag ab 9. April 2013 beantragt werden, nach Einführung der neuen EASA-Lizenzen.

 

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Ursprüngliche Meldung vom 06. Februar 2013:

 

Eine sog. Selbsterklärung nach der neuen NfL I 16/13 soll helfen: Nachdem die ICAO englische Sprachprüfungen verlangt hatte, wurde in der europäischen VO (EU) 1178/2011 ein Sprachvermerk geregelt. Es blieb jedem Staat überlassen, wie dieser bei einer Muttersprache zustande kommt. Nur in Deutschland wurde mit § 125 LuftPersV und § 2 Abs. 2 der 3. DV LuftPersV ein unsägliches Bürokratiegebilde erfunden:

 

"Die Muttersprache kann durch die Vorlage von Dokumenten nachgewiesen werden, aus denen hervorgeht, dass der Antragsteller

  1. die entsprechende Sprache in der frühen Kindheit ohne formalen Unterricht als Erstsprache erlernt hat und
  2. mindestens acht der ersten zwölf Lebensjahre in einem Land verbracht hat, in dem die entsprechende Sprache als Amtssprache verwendet wird.

Ersatzweise kann statt dieser Dokumente eine schriftliche Beurteilung eines vom Luftfahrt-Bundesamt für die Feststellung der Muttersprache anerkannten Sprachprüfers vorgelegt werden, der mit dem Antragssteller ein Gespräch in der Muttersprache geführt hat."

 

Von den Piloten wurden damit teils unmögliche, in jedem Fall jedoch unsinnige und überflüssige Beweise und wieder kostenpflichtige Einträge bei der Muttersprache verlangt oder sogar kostenpflichtige Sprachprüfungen. Kein anderer Staat hatte derartig weltfremde Anforderungen aufgestellt.

 

  • Dokumente für die frühe Kindheit?
  • Dokumente, dass ohne formalen Unterricht?
  • Dokumente, dass als Erstsprache?
  • Dokumente für mindestens acht der ersten zwölf Lebensjahre?
  • Dokumente für die entsprechende Sprache als Amtssprache dort?

 

Seitens der Behörden kamen haarsträubende Vorschläge, wie die Nachweise zu erbringen sind: wie z.B. Schwimm- und Sportabzeichen, Kindergartennachweise oder eidesstattliche Erklärungen von (noch lebenden) Tanten oder Lehrern. Sei das nicht möglich, müsse der Pilot eben eine Level 6 Sprachprüfung machen.

 

Die AOPA hatte hiergegen seit dem Sommer 2012 nachhaltig protestiert. Immerhin wurde bei den Behörden dadurch erkannt, welcher Unsinn da in die Vorschriften gerutscht war. Schließlich haben die anderen europäischen Staaten den Spracheintrag der Muttersprache ganz unbürokratisch einfach in die Lizenz eingetragen. In Deutschland wird diese Regelung wieder aufgehoben werden. Das ist gut, braucht aber natürlich seine Zeit: Der Bund-Länder Fachausschuss muss abstimmen, von der Zustimmung durch den Bundesrat ganz zu schweigen. Das dauert jetzt mindestens bis zum August 2013.

 

Glücklicherweise gibt es eine Zwischenregelung: Mit der soeben verkündeten NfL I 16/13 vom 29.01.13 wird eine sogenannte Selbsterklärung zum Sprachnachweis ermöglicht:

 

"Ich versichere durch meine Unterschrift, dass Deutsch meine Muttersprache ist und bitte um Eintrag des Sprachniveau 6 'Expertenniveau' in die Erlaubnis."

 

Diese Selbsterklärung kann hier heruntergeladen werden.


Reichen Sie diese Selbsterklärung bitte bei Ihrer Lizenzzbehörde ein. Der Spracheintrag kann € 15- 35 kosten! Es gibt allerdings noch keinerlei bundeseinheitliche Regelung für die Landesbehörden. Möglicherweise wird dieser Spracheintrag sogar kostenfrei sein, das muss alles erst noch in den nächsten Monaten abgestimmt werden.

 

Aber was gilt für deutsche Piloten im deutschsprachigen Ausland? Aus der Schweiz ist uns bereits jetzt ein Fall bekannt, wo ein deutscher Pilot drangsaliert wurde, weil er den Deutscheintrag nicht hatte. In Österreich kann es ab dem 08.04.2013 ebenfalls zu Kontrollen kommen. Wir haben jetzt vorgeschlagen, dass der deutsche Spracheintrag wie damals bei dem englischen Spracheintrag übergangsweise durch ein kostenfreies Beiblatt der Lizenzbehörde überbrückt werden kann. Wahrscheinlich wird diese Lösung nicht kommen, so dass die Piloten, die ins deutschsprachige Ausland fliegen wollen, per Selbsterklärung, wie oben erwähnt, den Eintrag bei ihrer Lizenzbehörde beantragen sollten.

 

Die AOPA freut sich, mit ihren Diskussionsbeiträgen bei den beteiligten Stellen jetzt mit zu einer hoffentlich bald praktikablen Lösung beigetragen zu haben.

 

Sibylle Glässing-Deiss
Vizepräsidentin AOPA-Germany

 

 


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Kommentare:Kommentare:

Anzahl bisheriger Kommentare: 31
Gerd
06.02.2013
16:27:00
Oh mein Gott. Eigentlich finde ich es prima hier in meinem Deutschland, aber wie verkrampft die Verknüpfung zu EU-Themen ist, sorgt für Unverständnis und Politikverdrossenheit bei mir. Schade eigentlich. Warum müssen unsere Behörden immer das Gefühl verbreiten, Feind der Bürger statt Serviceeinrichtung zu sein?
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Jürgen Schmitz
06.02.2013
16:34:00
Es ist einfach unglaublich, für welch horrenden Blödsinn wir Leute beschäftigen (Man denke nur an die Festlegung zur Krümmung der Gurke in der EU). Ein Steuerzahler wird als Straftäter verurteilt, wenn er nicht alles angibt. Diese Leute verschwenden Steuergelder in schwindelerregenden Höhen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Mein Vorschlag; Beamtenwillkür und -blödsinn wird Straftatbestand und mit der Maßgabe der sofortigen Entlassung aus dem Staatsdienst ohne Ansprüche geahndet. Überleben in freier Wildbahn übt und lehrt.
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Idur
06.02.2013
21:43:00
... offensichtlich hat man es in der EU und damit auch in Deutschland nur mit Vollpfosten zu tun ...
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Gerhard
18.04.2014
21:16:00
Nur schlecht informierte Dummköpfe schimpfen auf die sog. \"Gurkenverordnung\". Ich empfehle dazu den entsprechenden Wikipedia-Artikel. Es ist schade, daß es noch immer genügend Idioten gibt, die mit unreflektierten Äußerungen Europa in Gefahr bringen.
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REICHEL
06.02.2013
16:37:00
Vielen Dank für den Einsatz zur Levelprüfung Deutsch. Nun stell sich für mich als Fluglehrer die Frage -- Wer ist nicht Muttersprachler Deutsch? Wenn erkeinen Deutschen Pass hat? Wenn er nicht in D gebohren ist? Wenn er einen Deutschen Pass hat, aber nicht nicht D geboren ist? Kann mir dabei jemand helfen? Gruß Hallo@flugschule-coburg.de
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SIBYLLE GLÄSSING-DEISS
06.02.2013
16:49:00
Das Thema Muttersprache soll eben gerade nicht mit der Frage nach Geburtsurkunden, dem Pass oder sonstigen Papieren beantwortet oder belastet werden. Muttersprache ist Mutter-sprache. Wo ist das Problem? Wer aber Deutsch entsprechend Level 6 spricht, ohne hier geboren zu sein, darf die Erklärung auch unterzeichnen.
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Silvio Solimini
06.02.2013
18:15:00
Hallo Frau Glässing-Deiss, ich lebe seit 1970 in DE und fliege mit ICAO PPLA-B-C seit 1982 in DE gemacht. Muss ich zur Sprachprüfung?? MfG
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Krzysztof Wojtkowiak
15.02.2013
17:17:00
das sehe ich aber anders da ich versichern soll dass meine Muttersprache Deutsch ist und nicht dass ich besser als 90 % der Beamten diese Sprache beherrsche !
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Giuseppe Distratis
21.03.2013
15:03:00
Hallo Sibylle, ich blicke auch nix mehr... Irgendwann in den \'90 Jahre habe ich in D mein BZF II, dann BZF I, dann AZF gemacht, Vorausetzung für das deutsche PPL, später für das CPL. Ich mußte dafür SPRECHEN und zwar auf Deutsch und Englisch; nach jede Regel der Logik wäre das eigentlich Nachweis genug. Aber abgesehen von der Polemik, wo und wie kann ich dieses Nachweis erbringen? Kann (soll/darf) ich das auch für Italienisch machen? Wer oder welche Behörde soll eventuell den Eintrag für meine Muttersprachen machen? Liebe Grüße Giuseppe
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PK
13.03.2013
16:38:00
Bei der Menge an Rechtschreibfehlern in den paar Zeilen, ist eine Selbsterklärung als \"Deutschsprachler\" zumindest fragwürdig.
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Ingo Wolf
06.02.2013
17:40:00
Wird in der Schweitz nicht grundsätzlich englisch gefunkt?
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Nicolai Krafft
06.02.2013
21:07:00
Liebe Verantwortliche bei AOPA, vielen Dank für diese gute Nachricht! Sie haben mir gerade mit der Selbsterklärung den AOPA-Mitgliedsbeitrag erspart. Eifrige Flugschulen hatten sich schon für das Geschäft gerüstet und ich bin betroffen, da ich in Deutschland geboren wurde- mit drei Monaten nach Afrika und mit 28J. zurück gekehrt bin- aber ohne die genannten Dokumente und einer verstorbenen Zeugin, meiner Mutter, von meinen Großmüttern ganz zu schweigen. Seit sechs Monaten suche ich nun einen Sprachprüfer. Vor Kurzem wurde ich bei der Flugschule Ardex in Kyritz fündig. Nun hoffe ich, dass der Lizenzeintrag mit der Selbsterklärung klappt, aber nur wenn hier nicht zu viele Rechtschreibfehler drin sind:)) Tausend Dank noch mal!
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Matthias
08.02.2013
08:31:00
man sollte englisch sprechen, je nach Auslastung sind aber die lokalen Sprachen nicht verboten, also Deutsch, Französisch und Italienisch in den jeweiligen Kantonen....
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Uwe Elfers
06.02.2013
21:14:00
Dem Verfasser dieses Erklärungsvordruck[es] ist leider kein Sprachniveau 6 zuzuerkennen. Es gab mal etwas mit der Bezeichnung \"Genitiv\". Das muss man aber wegen eines mangelhaften Sprachniveau[s] nicht unbedingt wissen.
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Winthir Brunnbauer
07.02.2013
09:47:00
Muss es im Antrag nicht \' Sprachniveau 6 \"Muttersprachler-Niveau\" \' heißen? Ansonsten ist bei Expertenniveau immer(!) eine Prüfung notwendig, oder?
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Olaf
07.02.2013
12:32:00
Wenn man die behördlichen Bemühungen zum Nachweis der ausreichenden Kenntnis der eigenen Muttersprache sieht, bleibt nur noch das Bedauern, dass die Leute auch noch dafür bezahlt werden. - Einziger Trost, es ist Karneval. Wie lange dauert es eigentlich in Europa noch, bis anerkannt wird, das das Flugzeug, auch zur privaten Nutzung, ein Verkehrsmittel ist, nicht mehr und nicht weniger! Würden all die chaotischen Verfahren und Anpassungsprozesse, sowie die daraus erwachsenen Erschwernisse für die Verkehrsteilnehmer auch für das gute alte Auto gelten, so müsste die Grenzen in Europa schnellst möglich wieder geschlossen werden... Eorpäisches Bemühen sollte darauf ausgerichtet sein Barrieren abzubauen, und nicht ständige Hindernisse gegen alle wieder aufzubauen. Helau und Alaaf
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Martin Berck
07.02.2013
16:10:00
Das haben wir den Eurokraten zu verdanken, unglaublich. Es soll ja auch noch unter Fliegern Anhänger der EU geben. EU-Beamte haben höhere Einkommen als die Bundeskanzlerin, jetzt wissen auch wir, wofür diese Herrschaften Steuergelder abgreifen. Nicht zu vergessen sind neue Funkgeräte, welche demnächst ohne Not Pflicht werden und die Erneuerung bereits gewechselter Gurte weil ein Papier fehlt und Mode-S Transponder, welche uns keinen Nutzen bringen und in den Niederlanden ausgeschaltet werden müssen. Und das LBA beruft sich auf EU-Recht wie auch die Maintenance-Betriebe.\\r\\nOb dieser Spuk mal ein Ende findet ? In GB jedenfalls besteht Hoffnung, da dort eine demokratische Volksbefragung zumindest in Aussicht gestellt wird.
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Klaus Heege
07.02.2013
18:57:00
Trotz der ja bereits angekündigten Vereinfachung beim Deutsch Spracheintrag bleibt für mich immer noch die Frage unbeantwortet, ob jemand mit einem Englisch Spracheintrag zusätzlich noch einen Deutsch Eintrag braucht, um in Deutsch zu funken. Obwohl EASA und ICAO Regeln eindeutig sagen \"Englisch oder....\" scheint sich eine Interpretation zu etablieren, nach der ein Eintrag für jede Sprache erforderlich ist. Abgesehen davon, daß es praktisch gar nicht möglich ist alle Prüfungen zu machen und auch gar nicht so viel Platz im Schein vorgesehen ist, geht aus den ICAO Dokumenten, die ja die Basis der ganzen Geschichte sind, klar hervor, daß tatsächlich \"oder\" gemeint und ein zusätzlicher Eintrag für die nationale Sprache nie vorgesehen war (Details gerne auf Anfrage). Weder LBA noch EASA, die ich bereits am 21.12.2012 um Klarstellung bat, haben mir bisher geantwortet. Die EASA hat mir immerhin auf meine Erinnerung geantwortet, daß meine Anfrage mit Priorität behandelt wird und eine offizielle Antwort noch einige Tage in Anspruch nehmen wird, da EASA Rulemaking und Legal noch gehört werden müssen. Vielleicht habe ich da in ein Wespennest gestochen und man bemüht sich jetzt endlich mal genau nachzulesen, was eigentlich die Absicht der ICAO war (nämlich Englisch als alleinige Sprache im internationalen Luftverkehr durchzusetzen!).
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Lyn
09.02.2013
12:01:00
Kommentar zu Klaus Heege dann hoffen wir mal, dass der EASA nicht einfällt, innerhalb Deutschland \"englsch\" einzuführen (Bezug auf ICAO) -- Dann dürften alle Piloten, die BZF II haben, nicht mehr am aktiven Luftverkehr innerhalb Deutschland und Österreich teilnehmen. Also ist der Eintrag englisch /oder doch gut für solche, die nicht so gut englisch sprechen. Es ist doch besser in einem klaren verständlichen Satz auf Deutsch zu sprechen als ein gestammel in englisch, das man desöfteren im Funkverkehr zu hören bekommt.
auf Kommentar antworten
Klaus Heege
09.02.2013
22:58:00
Die Betonung liegt auf \"internationalem\" Luftverkehr. Für nationalen Luftverkehr hat die ICAO die Notwendigkeit eines Spracheintrags klar verneint! Die Forderung nach English steht außerdem im direkten Zusammenhang mit der Verpflichtung aller Flugplatze, die internationalen Verkehr anbieten, auch English zu sprechen. Nur so ist es möglich, überhaupt international zu fliegen, ohne tausend Sprachen lernen zu müssen. Um national zu fliegen benötigt man eigentlich gar keinen Sprachnachweis. Leider hat die EASA aber die Gültigkeit der neuen Lizenzen mit \"einem\" Spracheintrag verknüpft, und deshalb müssen jetzt alle wenigstens ihre Muttersprache eintragen lassen und wohl auch noch dafür zahlen. Meine Frage bezog sich auf diejenigen, die bereits Englisch eingetragen haben, und nach Auffassung unserer Behörden zusätzlich noch den Eintrag Deutsch und jede andere Sprache, in der gefunkt werden soll, benötigen. Wenn das so bleibt, wird in der Tat an unseren kleinen Plätzen ab 8.4. legal nur noch Englisch gesprochen, da wohl die wenigsten bis dahin den Deutsch Eintrag haben werden......
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J. Meise
10.02.2013
13:46:00
Ich habe im Bekanntenkreis Schwaben, Bayern, Oberpfälzer, Hessen, Ostfriesen, Nordfriesen, Sachsen, Brandenburger, etc. und wenige Norddeutsche aus dem hochdeutsch sprechenden Gebiet Hameln bis Braunschweig ... Alle fanden es sehr erheiternd, was da der Europäische Amtsschimmel hat fallen lassen! Tatsache: Hochdeutsch allein reicht nicht. Folge: Ich beantrage, die Sprachfärbungen Schwäbisch (Alb), Bayerisch (Hoch- und Nieder-), Fränkisch, Oberpfälzerisch, Hessisch, Nordfriesisch, Ostfriesisches Platt, Sächsisch, etc. in die Selbsterklärung mit aufzunehmen - die Sprachvielfalt innerhalb Deutschlands führt sonst zu Nearmiss durch Missverständnis! Nur nebenbei: Wenn schon dann beantrage ich etwas (Verwaltungsvorgang mit Recht auf Antwort/Entscheidung), eine Bitte ist eine auf gnädige Willigkeit des Gebetenen angewiesene Wunschvorstellung ohne jedes Anrecht auf eine Antwort überhaupt.
auf Kommentar antworten
J. Meise
10.02.2013
14:40:00
Ich habe im Bekanntenkreis Schwaben, Bayern, Oberpfälzer, Hessen, Ostfriesen, Nordfriesen, Sachsen, Brandenburger, etc. und wenige Norddeutsche aus dem hochdeutsch sprechenden Gebiet Hameln bis Braunschweig ... Alle fanden es sehr erheiternd, was da der Europäische Amtsschimmel hat fallen lassen! Tatsache: Hochdeutsch allein reicht nicht. Folge: Ich beantrage, die Sprachfärbungen Schwäbisch (Alb), Bayerisch (Hoch- und Nieder-), Fränkisch, Oberpfälzerisch, Hessisch, Nordfriesisch, Ostfriesisches Platt, Sächsisch, etc. in die Selbsterklärung mit aufzunehmen - die Sprachvielfalt innerhalb Deutschlands führt sonst zu Nearmiss durch Missverständnis! Nur nebenbei: Wenn schon dann beantrage ich etwas (Verwaltungsvorgang mit Recht auf Antwort/Entscheidung), eine Bitte ist eine auf gnädige Willigkeit des Gebetenen angewiesene Wunschvorstellung ohne jedes Anrecht auf eine Antwort überhaupt.
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Hartmut
10.02.2013
23:58:00
Ich kann kein Schwäbisch. Bin ich jetzt draußen?
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Martin Berck
11.02.2013
14:17:00
Die allermeisten betroffenen Piloten werden sich der Obrigkeit fügen und den Spracheintrag kostenpflichtig beantragen, der deutsche Michel läßt grüßen. Das ist traurig, jedoch in Deutschland leider normal.
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Horst
12.02.2013
11:34:00
Warum machen wir Privatpiloten eigentlich jeden Unsinn mit? Wenn wir diese Selbsterklärung nicht beantragen - was soll schon passieren? Nur Mut! Ich werde einfach ohne Erklärung fliegen. Wer bitte will mich daran hindern?
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Volker
14.02.2013
22:17:00
Ich glaube ich mache nun den Lehrgang für die Aufnahme der neuen Staatsbürger in Deutschland, denn dieser Lehrgang müßte ja auch ausreichend sein. Man sollte nicht mehr machen, wie gefordert ist. Eventuell reicht ja auch ein Level 4 mit Prüfung in vierjährigen Intervallen.
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Krzysztof Wojtkowiak
15.02.2013
17:14:00
seit 1994 habe ich eine Hubschrauber Lizenz die ich auch in Deutschland erworben habe ! Jetzt soll ich noch beweisen dass ich auch noch einen deutschen Schäferhund habe ! Das ist doch ein....
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Björn
18.02.2013
04:03:00
Hallo, ich wollte nur mal mitteilen, dass ich in meiner letztes Jahr erhaltenen GPL-Lizenz (Ersterwerb) und in meiner ICAO PPL(A)-Lizenz mit SEP PIC (Verlängerung) einen Spracheintrag (zusätzlich zu English Level 4 im PPL) German Level 6 bekommen habe; ohne jeglichen Antrag und von mir eingereichten Beweisen. Ein hoch auf \"meine\" Bezirksregierung!!
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schramm claude
12.03.2013
18:40:00
Hallo zusammen ! Wass mich persönlich betrefft habe ich wie auch andere ein nicht kleines Probleme. geboren in Strasbourg bin ich 2 sprachig aufgewachsen, lebe seit 1994 in Deutschland , habe meine Lizenz in D gemacht , fliege seiden als schlepp und absetzt-Pilot.Für solche Leute wie ich \" Ausländer\" die in Deutschland fliegen und DEUTSCH sprechen ( und nicht Englisch), gibt es keine Prüfungsmöglichkeit in Deutsch!!!!!!!!!!.Wass tun jetzt bestanderhaltung laut BGB oder am Boden bleiben ,da wäre sich die Segelflieger und Fallis freuen da ich schon für mehre Wettbewerb gebucht bin und unsere Fallschirmspringer ( Wettkampf Teilnehmer bei Weltmeisterschaften ) haben nur mich als Pilot. Gibt es jemanden der Pilot ist und Deutschprüfer ( Lehrer) , wenn ja kann er sich damit beim LBA melden. Meine email adresse: claude66@gmx.net
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Herbert Holtemeyer
24.03.2013
09:57:00
Nun stellen wir uns mal folgendes Szenario vor : alle Deutsch-Muttersprachler - Piloten wollen keine Erklärung abgeben sondern bestehen auf eine Level 6 Prüfung, dann drehen wir den Schildbürgerstreich einfach um, das gibt doch ne Riesengaudi , genau so werde ichs machen. Blödsinn kann nur mit Blödsinn begegnet werden. Dann lasst uns mal zeigen , ob die Prüfer Deutsch verstehen !!, Ich freue mich schon auf meine Deutschprüfung !!! Auf gehts ins Absurditätenkabinett
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Peter
01.06.2013
02:59:00
Liebe Flieger! Ich bin mir sicher, dass ich keine weißen Mäuse auf der Gardinenstange sehe z.B. wg. Alkohol- oder Drogenmißbrauch. Begreift es endlich: Der deutsche Flieger von UL bis King Air hat nun mal keine Lobby in diesem Land und es ist das erklärte, aber nicht veröffentlichte Ziel, die Fliegerei in diesem Land regelrecht abzutöten wie eine Viruserkrankung. Die \"affenartige\" Geschwindigkeit, mit der Problemlösungen im Sinne der fliegenden Bevölkerungsteile herbeigeführt zeigen doch ganz eindeutig, wohin die Reise geht! Wenn eine noch so unsinnige Regelung erst mal eingestielt ist, können sie ja dagegen durch die Instanzen klagen, aber erst mal spielen sie nach den aktuellen Spielregeln mit oder sie spielen gar nicht mehr. Mit der ZÜP hat doch alles angefangen und mit Sprachprüfung und anderen\"zwingend nötigen\" Änderungen geht es weiter. Wer nicht mitmacht, spielt spätestens bei der nächsten Amtshandlung nicht mehr mit. Eigene praktische schmerzliche Erfahrung. Und wessen Existenz davon abhängt, spielt ganz schnell wieder mit und hat weder die Zeit noch manchmal Geld, um durch alle Instanzen gegen behördliche, nachgewiesene Schwachsinnigkeit zu klagen. ZÜP,Sprachprüfung/Spracheintrag,Lizenzendschungel,komplexeFlugzeuge usw. usw. usw. sind alles nur legale Möglichkeiten, den kleinen Fliegerfahrer bis zur Weißglut zu triezen und ihm seine Ohnmacht zu zeigen. Das erinnert mich an eine Postkarte mit einem Vogel und einer Katze.Ist vielleicht bekannt. Die Katze sitzt am Rande eines Abgrunds und der Vogel flattert in ausreichendem Abstand vor ihr herum und schreit immer \"A....loch, A....loch\". Wir Flieger sind die Katze und die Behörden sind der Vogel. Ich weiß, das es eigentlich nicht in diesen Blog gehört, aber es trägt vielleicht zum besseren Verständnis unserer Situation bei. In einem anderen Blog wird um Unterstützung für den Flugplatz Gotha gebeten. Es geht zwar diesmal nicht um eine Luftfahrtbehörde, passt aber ins Gesamtbild. Jungs, ihr könnt mich steinigen, aber seht zu, ob ihr von der Stadt noch eine Entschädigung ergattern könnt und geht z.B. zum Kindel. Wenn das wahr wird, was mir ein Sachbearbeiter einer Bezirksregierung erzählt hat, werdet ihr in Zukunft alle eure kleinen Landeplätze vor lauter Auflagen und Vorschriften nicht mehr am Laufen halten. Da steht quasi vom Qualitätsmanagement selbst an Segelfluggeländen bis zum Klosicherheitsbeauftragten alles im Raum. So viele Vereinsmitglieder könnt ihr gar nicht rekrutieren wie ihr bräuchtet, damit euch nicht der Spaß an der Freude vergeht. Ich sehe für die Zukunft der Fliegerei in Deutschland eigentlich nur zwei Wege: Entweder wir geben selbstbestimmt die Fliegerei dran, bis es tausende zusätzliche Arbeitslose im Bereich der GA gibt und die Behörden endlich wach werden oder wir lernen endlich, wirklich solidarisch zu werden und die Behörden massiver durch ein gemeinsames, spartenübergreifendes Handeln unter Druck zu setzen. Hinweis für den Admin: Sie könne den Kommentar auch gerne an eine andere Stelle verschieben. Ich denke jedoch, dass er aufgrund der diskutierten Problematik schon an diese Stelle passt. Ich wünsche allen noch aktiven allzeit \"Hals und Beinbruch\" und \"Many Happy Landings\". Ich habs aus o.a. Gründen drangegeben. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht alt genug werden kann, um noch alle möglichen Prozesse durch alle Instanzen erleben zu können. Schluß jetzt!
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