Problematik der entgeltlichen Flüge für Privatpiloten gelöst!

03.05.2013

Wir haben wiederholt über die Problematik der Selbstkostenflüge und Vereinsrundflüge unter den neuen europäischen Lizenzregeln der EU 1178/2011 berichtet. Jetzt gibt es überaus positive Nachrichten: Das Bundesverkehrsministerium BMVBS hat sich ganz klar im Sinne der Privatpiloten und Luftsportvereine gegenüber den europäischen Behörden für eine pragmatische Lösung eingesetzt. Dafür sind wir den zuständigen Mitarbeitern des LR24, die in den letzten Wochen für unser Anliegen immer ein offenes Ohr hatten, sehr dankbar. Das Originalschreiben des BMVBS an die EU-Kommission, das uns vor wenigen Minuten zugesandt wurde, finden Sie hier:

 

Schreiben des BMVBS zum Download

 

Wenn Sie einen Rundflugtag im Verein planen, besprechen Sie die Thematik aber unbedingt noch mit Ihrer zuständigen Luftfahrtbehörde.

 

Außerdem weist das BMVBS darauf hin, dass es für Absetzflüge von Fallschirmspringern, sofern diese nicht im Rahmen eines gewerblichen Unternehmens angeboten werden, keiner Berufspilotenlizenz bedarf. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass die gewerblichen Unternehmen hierzu eine Betriebsgenehmigung (AOC) benötigen. Die betrieblichen Regelungen, hier die Verordnung (EU) Nr. 965/2012 ist aufgrund des deutschen Opt-Out bis Oktober 2014 nicht verbindlich, daher gilt weiterhin nationales Recht, wonach gemäß § 20 Absatz 1 des Luftverkehrsgesetzes für das Absetzen von Fallschirmspringern keine Betriebsgenehmigung erforderlich ist.

Kommentare:Kommentare:

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Anzahl bisheriger Kommentare: 3

Sebastian Willing
04.05.2013
10:35:00
Ein ungewohnt klares Wort vom BMVBS und das auch sehr schnell. Nach der Entscheidung zum deutschen Spracheintrag ist das die zweite Nachricht der deutschen Luftfahrtregulierer, die ein klein wenig Hoffnung auf eine bessere Zukunft macht. Weiter so!
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Jörg Schmidt
24.05.2013
19:08:00
Der Anfang ist gemacht. Allerdings hilft uns (Verein) das bei unserem Tag der offenen Tür im August auch nicht weiter. Denn Selbstkostenrundflüge für die Öffentlichkeit sind immer noch verboten. Nur Vereinsmitglieder kommen in den Genuss eines Rundfluges (gegen Selbstkosten). War das nicht auch vorher so?\\r\\nWir können doch nicht alle Flugtagbesucher einer Vereinsmitgliedschaft aufdrängen und sie Abends wieder entlassen? Das macht unser LA nicht mit. Erfolg sieht anders aus! Aber wie gesagt. Der Anfang ist gemacht und vielleicht kommt da ja noch was.....!
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pullservice
04.06.2013
11:41:00
Es ist schon äußerst merkwürdig, was diese Gremien bei der EASA so treiben. Allen PPLern verbieten sie Rundflüge zu machen, aber die Pappflieger ( UL) dürfen dieses ohne Ende und auf Teufel komm raus. Den glauben an Europa habe ich schon lange verloren.
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