Part-M Light: Toller Inhalt, aber verzögerter Zeitplan

08.07.2016

Erleichterungen für ELA-2 Flugzeuge erst ab Herbst 2017


Der Zeitplan zur Umsetzung bzw. Einführung des seit langem herbeigesehnten „Part-M Light“ (Part-ML) und Part-CAO verzögert sich weiter. Am 13. April 2016 hat die EASA nach dem Konsultationsverfahren (NPA 2015/08) mit den Verbänden und Behördenvertretern ihre abschließende sog. „Opinion/Meinung“ zum Thema veröffentlicht. Die europäische IAOPA war hierbei durch ihren schwedischen Experten Niklas Larsson vertreten. Das weitere Vorgehen hängt nun von der EU-Kommission und den Beratungen durch die Mitgliedsstaaten ab.

Der Inhalt des Part ML kann sich wirklich sehen lassen und würde viele Missstände im Wartungsbereich ausräumen: Durch den Part-ML wird es die Möglichkeit geben, Instandhaltungsprogramme (IHP) per Selbsterklärung („self declaration“) zu erstellen. Eingeschlossen sind dabei Luftfahrzeuge bis 2730 kg MTOM und Hubschrauber bis 1200 kg MTOM bis max. 4 Insassen. Der Part-ML gilt damit auch für alle Segelflugzeuge und Ballone. Hiervon profitieren werden ausdrücklich auch Flugzeuge im gewerblichen Flugschulbetrieb.

Diese Regeländerungen wurden Ende Juni diesen Jahres erstmalig der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten präsentiert.

Im Oktober 2016 kommt es dann zu Beratungen zwischen den Mitgliedsstaaten im „EASA-Committee“. Die Abstimmung ist für Februar 2017 geplant.

Mit der Annahme und Publikation durch die EU-Kommission ist nach derzeitigem Kenntnisstand nach dem Sommer 2017 zu rechnen.

 

Die so genannte “Opinion” 05/2016 zu Part-ML und Part-CAO wurde inzwischen auf der EASA-Homepage veröffentlicht und kann unter folgendem Link aufgerufen werden:

http://www.easa.europa.eu/document-library/opinions/opinion-052016

 

Publiziert wurde auch das “Comment Response Document” (CRD), welches die zusammenfassend alle Kommentare zum NPA sowie die Antworten der EASA hierauf auflistet:

http://www.easa.europa.eu/document-library/comment-response-documents/crd-2015-08

Zusätzlich zum oben genannten Ablauf finden noch zwei Meetings der zuständigen Arbeitsgruppe im September und Januar statt, wo das ergänzende AMC- und GM-Material final ausgearbeitet wird.

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