Lösung in Sicht für EASA-Probleme

22.04.2013

Derzeit wird angesichts des massiven Aufschreis von direkt Betroffenen und ihrer Verbände zwischen den EASA-Mitgliedsstaaten, der EU-Kommission und der EASA unter Hochdruck an Lösungen der Probleme gearbeitet, die sich mit der Einführung der diversen neuen europäischen Vorschriften abzeichnen.

 

Flugbetriebsvorschriften für komplexe Luftfahrzeuge außerhalb von Luftfahrtunternehmen (OPS-NCC)

 

Es freut uns, dass inzwischen die von der IAOPA seit einigen Monaten geforderten Korrekturen an POL.125, den Startstreckenanforderungen, vorgenommen worden sind, dass Turboprops von den Anforderungen des Accelerate Stop befreit werden sollen. Damit wird gerade auch in Deutschland an den kürzeren Regionalflugplätzen gewährleistet, dass die dort häufig fliegenden zweimotorigen Turboprops im privaten Verkehr dies auch weiterhin tun können. Die Rücksprache mit Betreibern von leichten Jets, die zunächst befürchteten mit der Einführung von Accelerate Stop Nachteile zu erleiden, hat ergeben, dass mittlerweile keine Betriebshandbücher mehr verwendet werden, in denen noch der Take Off Run angegeben wird, sondern dass die standardmäßig ausgewiesene sog. „Balanced Field Length" der Handbücher mit der neuen EASA-Anforderung bereits im Einklang steht.

 

Flüge gegen Kostenbeteiligung, Rundflüge und Einführungsflüge in Vereinen und Flugschulen

 

Schon vor Jahren hatten wir auf die Problematik der sehr strengen Definition „der gewerblichen Luftfahrt" in der EASA-Grundverordnung, der Basic Regulation, hingewiesen. Aber die weitreichende Problematik ist für viele in den Verwaltungen erst in den letzten Wochen klar geworden. Deshalb sind wir sehr froh darüber, dass in einer neuen EU-Verordnung dauerhafte Lösungen gefunden werden sollen.

 

Mit den aktuell vorgeschlagenen Regelungen zur Kostenteilung zwischen einem Piloten und maximal fünf Mitfliegern könnten wir sicherlich sehr gut leben. Auch die vorgesehenen sehr pragmatischen Erleichterungen für Rund- und Einführungsflüge durch Vereine und Flugschulen begrüßen wir sehr. Auch von PPL- und LAPL-Inhabern sollen diese Flüge wieder durchgeführt werden können.

 

Als großer Wermutstropfen bleibt, dass die Korrekturen an den Vorschriften noch Zeit in Anspruch nehmen werden. Wann mit ihnen zu rechnen ist, kann derzeit niemand verbindlich sagen. Bis dahin kann man Vereinen nur dringend empfehlen ihre Rundflugpraxis zu überdenken und sich mit ihrer Genehmigungsbehörde in Verbindung zu setzen. Auch Privatpiloten, die sich weiterhin die Kosten von Flügen mit ihren Passagieren teilen wollen, raten wir ebenfalls zur Vorsicht und auf die Klarstellungen aus den Behörden zu warten. Welche Position das BMVBS zu den Selbstkostenflügen vertritt, können Sie hier nachlesen:

 

https://aopa.de/aktuell/darf-ein-ppl-inhaber-unter-easa-fcl-ab-dem-8.-april-noch-geld-von-passagieren-annehmen.html

 

 

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